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Windows 10 soll unangreifbar werden

Mit dem Windows Defender kein Extra-Schutz mehr notwendig?

Der kostenlose Virenschutz von Microsofts war bisher nicht mehr als ein Notbehelf, bis eine "richtige" Antiviren-Software installiert wurde. Doch in den jüngsten Tests überzeugt das Bordmittel allerdings immer mehr und könnte für Privatanwender bald eine echte Alternative zum Drittanbieter-Schutz werden. Für Unternehmenskunden legt sich Microsoft aber noch viel mehr ins Zeug und hat jetzt die "Windows Defender Advanced Threat Protection" (WDATP) angekündigt.

Dies ist ein neuer Sicherheits-Service, bei dem installierte Software mit Cloud-Unterstützung nicht nur Angriffe jeder Qualität abwehren soll, sondern auch erfolgreiche Attacken analysiert, die alle anderen Schutzmaßnahmen überwunden haben. Hiermit sollen Unternehmen in die Lage versetzt werden, schnell reagieren zu können und ihre Abwehrmechanismen zu perfektionieren. 

 

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Aktuell entdeckten Unternehmen durchschnittlich erst nach 200 Tagen, dass sie angegriffen wurden, schreibt Microsoft. Und erst nach 80 weiteren Tagen sei die Sicherheitslücke identifiziert und geschlossen. Die Kosten eines solchen Vorfalls schätzt Microsoft auf durchschnittlich 12 Millionen Dollar - dazu kommt der unter Umständen viel schlimmere Imageschaden.

Für die Früherkennung und Analyse von Hackerangriffen kommt unter anderem der "Intelligent Security Graph" zum Einsatz, der zu Microsofts Azure-Cloud-Diensten gehört. Er sammelt die anonymisiert gesendeten Daten von rund 1 Milliarde Windows-Geräten, 2,5 Billionen indizierten URLs und anderen Quellen, um Auffälligkeiten zu erkennen. Diese Daten wiederum werten dann weltweit Microsofts Sicherheitsexperten aus. Die Software ist dabei in der Lage, Angriffe bis zu sechs Monate in die Vergangenheit zurückzuverfolgen.

Ob auch Privatkunden von WDATP profitieren werden, ist noch offen. Die eine oder andere Komponente wird Microsoft sicher nutzen, um den kostenlosen Defender zu verbessern. Das komplette Schutz-Paket wird aber sehr wahrscheinlich Geschäftskunden vorbehalten bleiben. Derzeit befindet sich der Dienst noch in der Testphase, in 500.000 Unternehmen sei WDATP aber bereits im Einsatz, schreibt Microsoft. 

 

Quelle: n-tv.de , kwe